Rollstuhltanz, ein wundervolles Leben austanzen
Rollstuhltanz ist ein Höhepunkt der Nationalen Paralympischen Spiele und zugleich die Disziplin mit der stärksten künstlerischen Atmosphäre. Obwohl die Tänzerinnen und Tänzer im Rollstuhl sitzen, schränkt das ihre herausragenden Tanzfähigkeiten nicht ein.
RollstuhltanzRollstuhltanz ist vom Sporttanz abgeleitet. Das Wichtigste beim Sporttanz sind Tempo und Rhythmus. Anders als beim Sporttanz für Gesunde sitzen Rollstuhltänzer in Rollstühlen. Die meisten von ihnen sind Menschen mit einer Lähmung oder Amputation der unteren Extremitäten. Um Unfälle zu vermeiden, fixieren einige Tänzer ihre Beine im Wettkampf mit elastischen Gurten am Rollstuhl. Obwohl sie im Rollstuhl sitzen, schränkt dies ihre herausragenden Tanzfähigkeiten nicht ein. Sie zeigen hauptsächlich Oberkörperbewegungen und bewegen sich mithilfe des Rollstuhls fort. Sie korrigieren die Position des Rollstuhls mit den Händen und nehmen dabei anmutige Tanzposen ein. Die anspruchsvollen Bewegungen ernten Applaus vom Publikum.
Rollstuhltanz entstand ursprünglich in Großbritannien. 2007 entwickelte er sich in Guangzhou, China, und erfreute sich dort großer Beliebtheit. Überall im Land gibt es zahlreiche Rollstuhltanzbegeisterte, wobei Guangdong und Hongkong die Hochburgen sind. Bei den Paralympischen Spielen umfasst der Rollstuhltanz vier Wettbewerbe: Standardtanz im Doppelrollstuhl, Lateinamerikanischer Tanz im Doppelrollstuhl, Standardtanz im Mixed, Lateinamerikanischer Tanz im Mixed und Gruppentanz. Der Gruppentanz bildet den krönenden Abschluss am letzten Tag und präsentiert die Kreativität der Teams sowie das künstlerische Können der Menschen mit Behinderung. Jedes Programm wird gemeinsam von mehreren Rollstuhlsportlern und Tänzern gestaltet und aufgeführt.












