Transfermethoden und Vorsichtsmaßnahmen zwischen Bett und Rollstuhl
Der Rollstuhl ist ein wichtiges Transportmittel für Rehabilitationspatienten. Viele Aktivitäten des täglichen Lebens erfordern seine Hilfe, wie beispielsweise der Transfer vom Bett zur Toilette oder zum Gymnastiktisch.
Der Transfer vom Rollstuhl ins Bett ist nicht nur ein komplexer Vorgang, sondern auch der erste Schritt für Patienten, mobile Aktivitäten wieder aufzunehmen. Dieser Transfer erfordert, dass Patienten keine Sicherheitsrisiken wie einen unebenen Rollstuhlsitz, instabile Knochenbrüche oder orthostatische Hypotonie aufweisen. Für einen selbstständigen Transfer müssen sie zudem über eine gewisse Rumpf- und Gliedmaßenkontrolle verfügen. Gleichzeitig sollte der Höhenunterschied zwischen Rollstuhl und Bett so gering wie möglich sein. Pflegekräfte sollten beim Transfer vom Rollstuhl ins Bett sichere, schnelle und praktikable Richtlinien befolgen, um die Patienten anzuleiten und zu unterstützen.
(1) Transfer zwischen Rollstuhl und Bett mit Unterstützung von zwei Personen: Diese Methode wird in der Regel bei Patienten mit extrem schwacher Körperkraft, die zu dünn sind, um sich selbst in den Rollstuhl zu bewegen, oder bei Patienten mit stark eingeschränkter Hirnfunktion und Verlust der körperlichen Aktivitätsfähigkeit angewendet. Zwei Pflegekräfte arbeiten zusammen, um den Patienten vom Bett in den Rollstuhl oder vom Rollstuhl ins Bett zu transferieren. Es gibt zwei detaillierte Methoden:
① Seitlicher Transfer. Der Rollstuhl wird in einem Winkel von 20° zum Bett arretiert. Der Patient nimmt Platz, beugt den Oberkörper nach vorn und legt die Arme unter die Rippen. Eine Pflegekraft steht, nachdem der Patient eingeschlafen ist, umklammert mit den Beinen eine Seite des Hinterrads des Rollstuhls, greift mit den Händen durch die Achselhöhlen des Patienten, umfasst dessen Unterarme, legt die Arme um dessen Brustkorb und stützt den unteren Brustbereich. Eine weitere Pflegekraft steht mit dem Gesicht zum Bett, die Füße leicht auseinander, und hält die Beine des Patienten mit beiden Armen fest, eine Hand am Oberschenkel, die andere am Unterschenkel. Je schwerer der Patient ist, desto höher liegt die Hand. Währenddessen müssen die Hände des Patienten fest umschlossen und die Arme angehoben werden, um ein Berühren des Rollstuhls zu verhindern. Bei geringer Kraft der Pflegekraft kann das Gesäß des Patienten durch sanftes Ziehen zur Seite leicht angehoben werden.
2. Vertikale Transfermethode. Der Rollstuhl wird senkrecht am Bett fixiert, wobei die Vorderseite so nah wie möglich am Bett positioniert wird. Der Patient nimmt Platz, beugt den Oberkörper nach vorn, dreht dem Rollstuhl den Rücken zu und positioniert seinen Körper so nah wie möglich am Bett. Zwei Pflegekräfte stehen abwechselnd neben dem Patienten und stützen ihn mit ihren Schultern im unteren Brustbereich ab. Eine Pflegekraft hält die Hüfte des Patienten mit einer Hand. Bei schwereren Patienten kann die Pflegekraft zusätzlich den Hosenbund fassen, eine Hand unter den Oberschenkel legen und die andere Hand der Pflegekraft halten. Die Arme des Patienten werden auf die Schultern der beiden Pflegekräfte gelegt. Nach einem vereinbarten Signal heben die beiden Pflegekräfte den Patienten gleichzeitig an und setzen ihn in den Rollstuhl.
(2) Transfer vom Rollstuhl mit Unterstützung einer einzelnen Person ins Bett: Der Transfer vom Rollstuhl mit Unterstützung einer einzelnen Person ins Bett ist die gebräuchlichste Methode für Patienten, sich selbstständig umzulagern. Diese Methode erfordert von den Patienten eine gewisse Rumpfkontrolle, die Fähigkeit, ihren Körper zu stützen, und die Durchführung des Transfers mit Unterstützung von Pflegekräften. Gängige Methoden sind:
① Transfer in die Stehposition. Der Rollstuhl wird schräg (30°) neben dem Bett positioniert. Der Patient bewegt sich so, dass seine Füße den Boden berühren und sein Oberkörper sich nach vorn beugt. Die Pflegekraft beugt sich mit geradem Rücken zum Patienten und wendet sich ihm zu. Bei kräftigem Oberarm kann der Patient den Nacken der Pflegekraft mit den Armen umfassen. Bei kräftigen Armen kann er sich vor den Knien abstützen. Die Pflegekraft stützt die Hüften des Patienten. Bei schwereren Patienten können Hose oder Gürtel gehalten werden, wobei darauf zu achten ist, Hautverletzungen zu vermeiden. Die Füße und Knie der Pflegekraft liegen an den Füßen und Knien des Patienten an, die Kniegelenke werden fixiert, der Rücken gestreckt und der Patient nach hinten gebeugt. Der Patient wird in die Stehposition gezogen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Knie der Pflegekraft die Kniegelenke des Patienten fixieren und das Gewicht des Patienten durch den eigenen Körperschwerpunkt und nicht durch die Hüftkraft ausbalanciert wird. Sobald der Patient sicher steht, dreht die Pflegekraft ihn vorsichtig um, sodass er wieder vor dem Rollstuhl sitzt. Sie legt eine Hand auf das Schulterblatt des Patienten, um dessen Brustkorb zu stabilisieren, und beugt dann vorsichtig dessen Hüfte, um ihn sanft in den Rollstuhl zu setzen. Bei Spasmen der unteren Extremitäten kann der Transfer in die stehende Position erst erfolgen, wenn die Spasmen vollständig gelöst sind. Gleichzeitig muss die Pflegekraft auf die eigene Stabilität achten und ihre Konzentration einsetzen, um die Bewegungen des Patienten zu kontrollieren. Bei einem halbseitig gelähmten Patienten genügt es, das Knie mit einem Fuß zu stützen, um ein Verrutschen zu verhindern, und den Patienten dann für den Transfer hochzuziehen.
2. Vertikale Transfermethode vom Bett. Diese Methode eignet sich für Patienten mit guter Rumpfkontrolle, die ihren Körper mit einer oder beiden Händen abstützen können, wenn der Abstand zwischen Rollstuhl und Bett gering ist. Der Rollstuhl steht senkrecht zum Bett. Der Patient wird mit dem Rücken zum Rollstuhl an die Bettkante geschoben, der Oberkörper nach vorn gebeugt und eine oder beide Hände nach hinten ausgestreckt, um die Armlehnen des Rollstuhls zu greifen. Die Pflegekraft steht seitlich neben dem Rollstuhl, hält das Schulterblatt des Patienten mit einer Hand und legt die andere Hand an den Oberschenkelansatz. Patient und Pflegekraft üben gleichzeitig Druck aus, wobei der Patient versucht, sich abzustützen und die Hüfte nach hinten und oben zu bewegen. Die Pflegekraft stützt den Oberkörper des Patienten, sodass die Hüfte vom Bett in den Rollstuhl gehoben wird.
Die grundlegende Voraussetzung für den selbstständigen Transfer vom Bett in den Rollstuhl
1. Besitzen Sie eine gute Muskelkraft in Armen und Beinen.
2. Besitzen eine hervorragende Rumpfkontrolle.
3. Besitzen Sie bestimmte Transferfähigkeiten und leisten Sie bei Bedarf Unterstützung.
(3) Transfer vom Bett zum Rollstuhl: Für den Transfer vom Bett zum Rollstuhl müssen drei grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein: ① gute Muskelkraft in Armen und Beinen; ② ausgezeichnete Rumpfkontrolle; ③ gewisse Transferfähigkeiten; gegebenenfalls muss auch Unterstützung geleistet werden.
Bei einer Querschnittslähmung und beidseitiger Lähmung der unteren Extremitäten ist für den Transfer hauptsächlich die Kraft beider Arme erforderlich. Der Höhenunterschied zwischen Bett und Rollstuhl sollte nicht zu groß sein, die Muskelkraft beider Arme muss das Anheben des Rollstuhls ermöglichen und der Patient muss den Oberkörper beim Transfer festhalten können. Die Vorgehensweise ist wie folgt: Der Rollstuhl wird in einem Winkel von 30° zum Bett arretiert. Der Patient sitzt im Rollstuhl, lässt die Beine seitlich am Bett hängen, rückt so nah wie möglich an den Rollstuhl heran, hält sich mit einer Hand an der gegenüberliegenden Armlehne fest und drückt mit der anderen Hand gegen die Bettkante oder die Bettoberfläche. Der Oberkörper wird so weit wie möglich nach vorn gebeugt. Anschließend wird mit beiden Händen der Oberkörper bewegt und die Hüfte vom Bett in den Rollstuhl gehoben. Bei schwacher Armkraft kann ein Rollbrett zwischen Bett und Rollstuhl platziert werden. Der Patient legt die Hüfte auf das Rollbrett und zieht sich mit den Händen hoch, um den Transfer abzuschließen. Da bei der Durchführung des Transfers Sturzgefahr besteht, muss der Patient sich erneut damit vertraut machen, bevor er ihn selbstständig durchführen kann.












