Kauf und Verwendung von Krücken: Wie man die passende Krücke auswählt
1. Kauf von Krücken: Es kann nur das richtige Paar ausgewählt werden.
Bei der Wahl einer Krücke kommt es vor allem auf die Eignung an. Eine ungeeignete Krücke bietet nicht nur keine ausreichende Unterstützung, sondern kann auch das Sturzrisiko erhöhen oder körperliche Beschwerden verursachen. Beim Kauf sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Materialauswahl:
Holz: Traditionelles Material, angenehm anzufassen, aber in der Regel schwer, feste Länge und schwer zu verstellen.
Metall (Aluminiumlegierung, Edelstahl): Die derzeit gängigste Wahl. Aluminiumlegierungen sind leicht und langlebig und rosten nicht so leicht; Edelstahl ist robuster und hat eine hohe Belastbarkeit. Bei Metallmaterialien sind verstellbare Längen in der Regel leichter erhältlich.
Kunststoff: Leicht, aber relativ schwach in Belastbarkeit und Haltbarkeit, wird üblicherweise als Hilfsmaterial oder für faltbare Krücken verwendet.
Tipp: Für Benutzer, die häufig etwas tragen oder Treppen steigen müssen, ist eine leichte Aluminiumlegierung eine gute Wahl.
Griffdesign:
Gerader Griff (Lofstrand/Kanadisch): Ähnlich der Form des Buchstabens „L“, wobei die Handfläche auf der oberen Querstange aufliegt. Der Vorteil besteht darin, dass das Handgelenk frei bleibt und das einhändige Heben erleichtert wird. Er eignet sich besonders für Anwender, die Unterstützung für die Oberarmmuskulatur benötigen.
**Ergonomisch (Huckepack):** Ein Griff ähnlich einem Skistock, der sich der natürlichen Krümmung der Hand anpasst. Bietet guten Halt und ist für den Langzeitgebrauch geeignet.
Ergonomischer/orthopädischer Krückstock: Die gebräuchlichste Form, ähnlich einem Entenmaul. Er liegt angenehm in der Hand und lässt sich leicht am Arm befestigen.
T-Form: Stabiler Halt und große Auflagefläche.
Tipp: Bei Problemen mit den Handgelenken (z. B. Arthritis) kann ein ergonomischer oder ein Entenschnabelgriff angenehmer sein. Probieren Sie ihn am besten selbst aus, um herauszufinden, welcher am besten in Ihrer Hand liegt.
Ist die Höhe verstellbar?
Feste Höhe: In der Regel günstiger, aber schwierig anzupassen, wenn man die falsche Höhe wählt.
Teleskopisch/höhenverstellbar: Dies ist die empfehlenswertere Option. Die Länge wird üblicherweise durch Drehen des Verschlusses oder Schnappverschlusses verstellt. Achten Sie darauf, dass der Verstellmechanismus sicher und zuverlässig ist.
Wie bestimmt man die richtige Höhe?
Messmethode im Stehen: Stehen Sie aufrecht, tragen Sie Ihre üblichen Schuhe und lassen Sie Ihre Arme locker hängen. Die Krücke sollte auf dem Boden stehen, wobei sich der Griff auf Höhe Ihrer Handgelenksfalte befindet.
Messung im Sitzen: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und platzieren Sie die Krücke seitlich neben Ihrem Körper. Die Höhe des Griffs sollte bündig mit dem oberen Rand der Kniescheibe abschließen.
Fühlmethode: Halten Sie den Griff fest und lehnen Sie sich leicht nach vorn. Der Arm sollte sich natürlich um etwa 20–30 Grad beugen lassen und sich dabei angenehm und mühelos anfühlen.
Untere Stütze:
Gummikopf: Am häufigsten verwendet, bietet er gute Rutschfestigkeit. Achten Sie darauf, ob der Gummikopf abgenutzt ist. Ist er abgenutzt, sollte er rechtzeitig ausgetauscht werden. Dies ist entscheidend, um ein Ausrutschen zu verhindern.
Spitzkopf (Metallspitze): Geeignet für unebenen oder weichen Untergrund wie Gras und Sand, bietet besseren Halt. Bei der Verwendung auf glatten Straßen ist jedoch besondere Vorsicht geboten.
Universalkopf (Kugelkopf): Der Boden besteht aus einer Gummikugel, die in verschiedene Richtungen Halt bietet und sich daher für den Einsatz in unwegsamem Gelände eignet.
Tipp: In den meisten Fällen reicht ein Gummikopf für den normalen Straßenverkehr aus. Achten Sie darauf, einen Gummikopf mit ausreichend großem Durchmesser zu wählen, um die Aufstandsfläche zu vergrößern und die Stabilität zu verbessern.
Zusätzliche Funktionen:
Zusammenklappbar/einziehbar: Praktisch zum Verstauen und Tragen.
Sitzgelegenheit: Hier können Sie sich während des Gehens kurz ausruhen; ideal für Nutzer, die längere Zeit unterwegs sind.
Aufbewahrungstasche/Haken: Praktisch zum Tragen kleiner Gegenstände wie Schlüssel, Mobiltelefone oder Einkaufstaschen.
Beleuchtung: Geeignet für nächtliche Spaziergänge zur Erhöhung der Sicherheit.
Tipp: Zusätzliche Funktionen sind zwar nützlich, sollten aber nicht überbewertet werden. Die Hauptfunktion (Stabilitätsunterstützung) sollte Priorität haben. Zu viele Zusatzfunktionen können das Gewicht erhöhen oder die Stabilität beeinträchtigen.
2. Korrekte Verwendung von Krücken: sicher und kraftsparend
Nach der Wahl der richtigen Krücke ist es ebenso wichtig, sie richtig zu benutzen.
Haltung halten:
Halten Sie den Griff in natürlicher Haltung, beugen Sie Ihren Arm leicht und achten Sie darauf, dass Ihr Körperschwerpunkt möglichst mittig liegt.
Gangart:
Benutzer von Einbein-Krücken: Halten die Krücke üblicherweise in der Hand der gesunden Seite. Beim Gehen bewegen sich Krücke und betroffenes Bein gleichzeitig nach vorne, das gesunde Bein folgt dann. Dadurch kann die Muskelkraft der gesunden Seite für Gleichgewicht und Stabilität genutzt werden.
Bei Verwendung von zwei Krücken: Machen Sie kleine Schritte nacheinander. Setzen Sie zunächst beide Krücken gleichzeitig einen kleinen Schritt nach vorn, etwa schulterbreit. Machen Sie dann mit beiden Füßen einen kleinen Schritt zwischen den Krücken. Achten Sie auf eine stabile Körperhaltung und stützen Sie sich nicht zu sehr auf die Krücken.
Treppensteigen:
Treppensteigen: Zuerst wird das gesunde Bein hochgehoben, dann folgen die Krücke und das betroffene Bein. (Das gesunde Bein trägt zuerst das Gewicht.)
Treppenabstieg: Zuerst werden die Krücke und das betroffene Bein nach unten gesetzt, dann das gesunde Bein. (Die Krücken sollten zunächst zur Gewichtsverteilung verwendet werden.)
Wichtige Hinweise: Seien Sie beim Treppensteigen vorsichtig, halten Sie sich an den Handläufen fest (sofern vorhanden), bewegen Sie sich langsam und achten Sie auf die Stufen.
Stehen und Sitzen:
Hinsetzen: Stellen Sie zuerst die Krücken fest auf den Boden, drehen Sie sich dann um und blicken Sie zum Stuhl, halten Sie die Stuhlkante mit der gesunden Hand fest, stützen Sie den Körper mit den Krücken ab und setzen Sie sich langsam hin.
Aufstehen: Bewegen Sie Ihren Körper nah an die Stuhlkante, halten Sie sich mit beiden Händen an der Stuhl- oder Tischkante fest (sofern die Höhe geeignet ist) und stützen Sie sich mit den Krücken ab. Stehen Sie zuerst mit dem gesunden Bein auf, dann mit dem betroffenen.
Gleichgewicht bewahren:
Die Krücken sollten immer seitlich am Körper abgelegt werden, nicht zu weit entfernt und nicht zu nah am Körper.
Schauen Sie beim Gehen geradeaus, starren Sie nicht auf die Krücken unter Ihren Füßen und halten Sie Ihren Körper gerade.
III. Wartung und Inspektion der Krücken
Regelmäßige Inspektion: Kontrollieren Sie alle Teile der Krücken mindestens einmal pro Woche, insbesondere ob der Gummikopf abgenutzt oder rissig ist, und justieren Sie die Verriegelung, um sicherzustellen, dass sie fest sitzt.
Reinigung: Mit einem feuchten Tuch abwischen, direktes Abwaschen mit Wasser vermeiden, insbesondere von Metallteilen, um Rost vorzubeugen.
Aufbewahrung: Bewahren Sie den Gehstock bei Nichtgebrauch an einem trockenen und gut belüfteten Ort auf, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit.
Abschluss
Ein passender Gehstock garantiert Sicherheit beim Gehen und trägt wesentlich zu mehr Lebensqualität bei. Ich hoffe, dass Ihnen oder Ihren Angehörigen die heutigen Informationen helfen, den Gehstock zu finden, der am besten zu Ihnen passt, und ihn richtig und sicher zu benutzen. Sollten Sie während des Kaufprozesses Fragen haben oder eine individuelle Beratung wünschen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir helfen Ihnen gerne weiter.











