Richte deinen Blick aus und lass den Rollstuhl los! Unternehmer nutzen
Kennen Sie den „eingefrorenen Mann“? Es handelt sich dabei um eine Motoneuronerkrankung. Die Gliedmaßen des Patienten verlieren nach und nach die Kontrolle, die Muskulatur des gesamten Körpers verkümmert, und im fortgeschrittenen Stadium ist der Patient völlig bewegungsunfähig. Nur die Augen können sich noch auf und ab bewegen, als wäre der Körper eingefroren. Stephen Hawking, ein berühmter Physiker, leidet an fortschreitender Erfrierung. Sein Rollstuhl wurde von Intel und anderen renommierten Unternehmen maßgefertigt. Eine Massenproduktion ist nicht erlaubt. Nicht jeder Betroffene kann auf diese Art von Unterstützung zurückgreifen. Was kann ein gewöhnlicher Mensch mit fortschreitender Erfrierung tun, um sich aus dieser Situation zu befreien?

Im Jahr 2017 erhielt das Team von Professor Jiao Licheng vom ipiu-Labor der Xi’an Universität für Elektronische Wissenschaft und Technologie eine besondere E-Mail. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Xidian Electric Co., Ltd., der an fortschreitenden Erfrierungen litt, schlug dem Team vor, ein intelligentes Reisegerät zu entwickeln, das Menschen ein selbstständiges Leben ermöglicht. Nach einer Diskussion waren sich Professor Jiao Licheng und Projektleiter Dr. Sun Qigong einig, dass das Konzept eines intelligenten Lebenserhaltungssystems nicht nur dem Forschungsschwerpunkt des Instituts für Künstliche Intelligenz entsprach, sondern den Studierenden auch die Möglichkeit bot, ihr erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Daher wurde im Sommer 2017 ein kleines Team gegründet, um ein intelligentes Lebenserhaltungssystem für die zunehmend erkältete Bevölkerung zu entwickeln.

Nach zwei Monaten intensiver Arbeit in den Sommerferien entwickelten sie schließlich einen intelligenten Rollstuhl auf Basis von Augenpositionierungstechnologie, der es Menschen mit beginnender Bewegungseinschränkung ermöglicht, sich ein Stück weit selbst zu versorgen. Das Forschungsteam stellte jedoch fest, dass die Sicherheit und Transportierbarkeit des Rollstuhls weiterhin große Probleme aufweisen und die sichere Fortbewegung von Menschen mit beginnender Bewegungseinschränkung ohne Betreuungsperson nicht gewährleisten können.
Um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse des Teams auch im Alltag Anwendung finden, gründeten Professor Jiao Licheng und Dr. Sun Qigong gemeinsam ein neues Team aus Masterstudenten des Jahrgangs 2018, darunter Sun Long, Bai Yidong und andere. Die Genauigkeit der Augenpositionierung und die Fahrsicherheit der zweiten Generation intelligenter Rollstühle wurden deutlich verbessert. Dadurch kann das System den Sprung vom Labor in den Alltag schaffen und den Mobilitätsbedürfnissen in verschiedenen Lebenssituationen gerecht werden. Um das Leben der Nutzer weiter zu bereichern und ihre Lebensqualität zu verbessern, entwickelte das Team außerdem ein intelligentes Rollstuhlsystem für das Zuhause, das auf Augensteuerung basiert und mit Smart-Home-Technologie kombiniert wird. Durch die Erkennung und Verfolgung der Augäpfel kann das System Informationen über die Fokusposition des Auges, die effektive Blickdauer usw. erfassen.

Ein intelligenter Rollstuhl lässt sich per Blicksteuerung bedienen. Er bewegt sich, indem man einen beliebigen Punkt auf dem Display fixiert. Er ermöglicht nicht nur Fortbewegung, sondern auch die Steuerung des Smart Homes per Blick. Durch einfaches Drehen der Augen lassen sich Klimaanlage, Fernseher, Musik und Beleuchtung regulieren und so die Pflegebedürftigkeit des Patienten reduzieren. Für den Fall, dass die Stimme im späteren Lebensabschnitt nicht mehr hörbar ist, verfügt der Rollstuhl auch über eine Sprachsteuerungsfunktion. Zusätzlich wurde eine Musikfunktion integriert, sodass Menschen mit beginnender Demenz per Blick Musik auswählen und anhören können. Kein Traum mehr – Spaziergänge und intuitive Bedienung sind möglich. Das Projekt wurde bereits mit elf Patenten ausgezeichnet, gewann 2018 den zweiten Preis beim „China Mobile Digital Home Manufacturer Marathon“ und genießt hohes Ansehen in der Öffentlichkeit.
Hawking kämpft seit 55 Jahren gegen die Krankheit. In dieser Zeit konnte er die Annehmlichkeiten eines Spezialrollstuhls genießen. Die vom Team entwickelte Technologie kann nun mehr Menschen helfen, einen Teil ihrer Lebensqualität zurückzugewinnen und ein komfortables und intelligentes Leben zu führen. Sun Long, Mitglied des Forschungs- und Entwicklungsteams, erklärte, dass sie ihrem ursprünglichen Ziel treu bleiben, ständig Innovationen vorantreiben und das Leben der Menschen durch die Kraft der Technologie bereichern werden, damit Menschen mit eingeschränkter Mobilität mit „Augen“ die Welt um sich herum wiedererkennen und die Schönheit der Welt entdecken können.
Aus dem Netzwerk











