Manuelle Rollstuhlstruktur 1
Ein manueller Rollstuhl besteht im Allgemeinen aus Schieber, Rollstuhlrahmen, Rädern, Bremsvorrichtung, Rückwärtsrücklaufsicherung, Sitz und Pedalen.
1. Große Räder
Es trägt das Hauptgewicht. Die Raddurchmesser betragen 51, 56, 61 und 66 cm. Üblicherweise werden Luftreifen verwendet, mit Ausnahme einiger weniger Vollgummireifen, die aus Umweltgründen erforderlich sind.
2. Kleine Räder
Es gibt Rollstühle mit 12, 15, 18 und 20 cm Durchmesser. Kleine Räder mit großem Durchmesser erleichtern das Überwinden kleiner Hindernisse und spezieller Teppiche. Allerdings benötigt der Rollstuhl durch den großen Durchmesser mehr Platz und ist dadurch schwerer zu manövrieren. Normale Räder befinden sich vor den großen Rädern, bei Rollstühlen für Querschnittsgelähmte der unteren Extremitäten sind die kleinen Räder jedoch oft dahinter angeordnet. Beim Fahren ist darauf zu achten, dass die kleinen Räder möglichst senkrecht zu den großen stehen, da der Rollstuhl sonst leicht umkippen kann.
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3. Handradring
Es ist ein spezielles Merkmal von Rollstühlen und hat in der Regel einen um 5 cm kleineren Durchmesser als das von großen Rollstühlen. Bei einhändiger Bedienung von Halbseitenlähmung wird ein kleinerer Durchmesser zur Auswahl angeboten. Die Handräder werden üblicherweise direkt vom Patienten bedient. Bei eingeschränkter Funktion können sie auf folgende Weise bedient werden:
(1) Um die Reibungskraft zu erhöhen, wird der Oberfläche des Handradrings Gummi hinzugefügt.
(2) Den Knopf um den Handradring vergrößern.
Es gibt verschiedene Arten von Schiebegriffen:
Horizontale Druckstange. Bei einer Verletzung der Halswirbelsäule (C5). Voraussetzung ist ein intakter Bizeps brachii, eine intakte Hand am Schieber, der durch Beugung des Ellbogens nach vorne bewegt werden kann. Ohne horizontalen Druck ist ein Schieben nicht möglich.
(2) Vertikaler Schiebegriff. Bei rheumatoider Arthritis, wenn die Beweglichkeit des Schulter-Hand-Gelenks eingeschränkt ist. Daher kann der horizontale Schiebegriff nicht verwendet werden.
Dickere Schiebegriffe. Es eignet sich auch für Patienten mit Arthrose, Herzerkrankungen oder ältere Patienten, deren Fingerbeweglichkeit stark eingeschränkt ist und die Schwierigkeiten haben, die Fäuste zu ballen.
4. Reifen
Es gibt Reifen mit festem und einem aufblasbaren Schlauch. Reifen mit festem Schlauch ermöglichen ein schnelleres Vorankommen auf ebener Strecke und sind weniger pannenanfällig, vibrieren aber stark auf unebenem Untergrund und lassen sich nur schwer aus Gräben befreien, die so breit wie der Reifen sind. Aufblasbare Reifen sind schwerer zu schieben und zu pannen, vibrieren aber weniger als Reifen mit festem Schlauch. Reifen mit einem aufblasbaren Schlauch ohne Luftpolsterfolie sind pannensicher, bieten einen höheren Sitzkomfort und sind daher besser als Reifen mit festem Schlauch. Reifen mit festem Schlauch lassen sich schwerer schieben.
5. Bremse
Große Räder sollten an jedem Rad eine Bremse haben. Wenn ein Halbseitenlähmer nur eine Hand benutzen kann, muss er natürlich auch nur mit einer Hand bremsen; alternativ können Verlängerungsstangen angebracht werden, um die Bremsen beidseitig zu betätigen.
Es gibt zwei Arten von Bremsen:
(1) Konkave Bremse. Diese Bremse ist sicher und zuverlässig, aber aufwändiger in der Handhabung. Nach der Justierung kann sie auch an Hängen eingesetzt werden. Funktioniert sie nicht auf ebener Fläche, ist sie wirkungslos.
(2) Ellbogenbremse. Durch die Nutzung des Hebelprinzips und die Bremsung über mehrere Gelenke hinweg bietet sie eine höhere mechanische Kraft als die konkave Bremse, verschleißt jedoch schneller. Um die Bremskraft für Patienten zu erhöhen, wird häufig eine Verlängerungsstange angebracht, die jedoch leicht beschädigt werden kann. Wird sie nicht regelmäßig überprüft, kann dies die Sicherheit beeinträchtigen.
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